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Gruppe A: Le Gastgeber, unbesiegte Rumänen & das Brüderduell

Kurz & Knapp: Ein paar Infos zu den Gruppen. Nicht zuviele Details, aber ein bisschen Namedropping. Wir haben doch alle keine Zeit. Los geht’s.

Wer ist dabei?

GruppeA

Wie lief die Quali?

Während die Franzosen als gastgebendes Team nicht durch die Qualifikation mussten und sich lediglich mit Testspielen aufhielten, gelang es den Rumänen, die Qualifikation ohne Niederlage abzuschließen. Anzumerken bleibt jedoch, dass sie die Gruppe dennoch nur als Zweiter hinter Nordirland abschlossen – sowie, dass mit Ungarn, Finnland,  Färoer sowie Griechenland nicht gerade von einer Todesgruppe gesprochen werden kann. Dennoch auffällig: In 10 Spielen kassierten die Rumänen gerade einmal 2 Gegentreffer – erzielten selbst jedoch auch lediglich 11 Tore.

Die Albaner stellten sich neben Serbien und Armenien auch den Teams aus Portugal und Dänemark – und stachen diese in der Qualifikation aus. Als Paukenschlag dürfte insbesondere der 1:0-Auswärtserfolg am ersten Spieltag im portugiesischen Aveiro angesehen werden. Die Schweiz kannte dagegen nur ganz oder gar nicht, qualifizierte sich mit 7 Siegen bei 3 Niederlagen hinter England in einer Gruppe mit Slowenien, Estland, Litauen und San Marino unspektakulär, aber souverän.

Wie liefen die letzten Tests?

Nach dem 3:2-Testspielsieg gegen Kamerun noch mit Pfiffen bedacht, traf Arsenals Olivier Giroud für Frankreich gleich doppelt (und ansehnlich, wie im Video unten ersichtlich) beim nächsten Testspielsieg, dem 3:0 gegen Schottland. Die Offensive funktioniert bei den Franzosen, defensiv gibt es nach dem Ausfall des Real-Madrid-Verteidigers Varane noch Vakanzen.


Die Rumänen scheinen langsam in Schuss zu kommen. Einem 1:1 gegen die DR Kongo folgte erst eine 3:4-Niederlage gegen die Ukraine, ehe Georgien im Frust mit 5:1 vom Platz geschickt wurde. Die Testspiele geben dennoch eher Anlass zur Sorge als zum Optimismus.

Auch die Albaner holten sich gegen die Ukraine eine Niederlage ab (1:3), nachdem sie zuvor Katar mit 3:1 besiegt hatten.

Die Schweiz unterlag zuerst den Belgiern mit 1:2, um anschließend gegen Moldawien mit 2:1 zu gewinnen.

Players to Watch

Inwiefern die großen Talente Frankreichs wie Bayerns Kingsley Coman (19) oder Manchester Uniteds Anthony Martial (20) bereits bei diesem Turnier groß auftrumpfen, wird abzuwarten sein. Superstar Paul Pogba (23) könnte mit einer guten EM jedoch weiter die Gerüchte um einen bevorstehenden Wechsel anfeuern – die es bereits im letzten Jahr zuhauf gegeben hatte.

Bekannte Gesichter gibt es für deutsche Fußballfans natürlich vor allem wieder im Schweizer Team, die mit neun aktuellen Bundesliga-Profis im Kader nach Frankreich kommen. Die UEFA hat in ihrer „Young Guns“-11 mit talentierten Nachwuchskräften dabei den Gladbacher Nico Elvedi (19) in der Verteidigung nominiert.

Fun Facts

Granit Xhaka und Taulant Xhaka – die Brüder werden in Frankreich auflaufen. Allerdings: gegeneinander. Während Arsenal-Neuzugang Granit sich für die Nationalmannschaft der Schweiz entschieden hat, spielt sein rund 1 1/2 Jahre älterer Bruder Taulant für Albanien. Es wird das erste Bruder-Duell einer EM (bei der WM gab es diesen Fall 2014, als Jerome Boateng gegen Kevin-Prince Boateng spielte). Insgesamt gibt es drei weitere Brüderpaare bei dieser EM:

Romelu und Jordan Lukaku (Belgien)
Corry und Jonny Evans (Nordirland)
Die Zwillinge Alexej und Wassilij Beresuzki (Russland)

Prognose:

Das französische Team müsste dieses Jahr eine gute Rolle im Kampf um den Titel spielen. Eine gute Mischung aus Stars wie Atleticos Griezmann und Turins Paul Pogba wird ergänzt durch erfahrene Spieler wie Patrice Evra und Laurent Koscielny und ergänzt durch in jüngster Vergangenheit auffälligen Talenten wie Coman und Martial. Alles andere als ein Gruppensieg wäre überraschend. Dahinter dürfte die Schweiz auf Platz 2 lauern.

Für Rumänien und Albanien wird es in der Gruppe schwer. Ziel könnte es sein, einen der vier Plätze der „besten Gruppendritten“ zu ergattern, die ab dieser EM schließlich auch zum Achtelfinaleinzug berechtigen.